Heute gibt es in Deutschland kaum noch Wildnis, gleichzeitig wächst das Bewusstsein für den Wert naturnaher, großflächig unzerschnittener Lebensräume. So sieht die vom Bundeskabinett im November 2007 beschlossene „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ vor, dass bis zum Jahr 2020 zwei Prozent der Landfläche Deutschlands Wildnis werden sollen (bislang sind es weit weniger als ein Prozent).
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg versteht sich als starker Partner bei der Entwicklung von Wildnisgebieten und ist bereit, einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Akzeptanz von Wildnis in Deutschland zu leisten.
Verschiedene Auffassungen darüber, wie ein Gebiet genau beschaffen sein muss, um als Wildnis zu gelten und wie mit dem entsprechenden Gebiet umzugehen sei, wurden im Laufe der Zeit jeweils in Abhängigkeit von praktischer Situation, ökologischem Verständnis und Naturschutzzielen geäußert. Die aktuell geltende politische Richtlinie für den Schutz von Wildnisgebieten wird von der internationalen Naturschutzorganisation IUCN festgeschrieben. Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg orientiert sich an diesen Kriterien.
Hintergrundinformationen
Potsdamer Resolution Wildnis - anlässlich der Wildniskonferenz Mai 2010
IUCN-Kriterien für Wildnisgebiete
Entschließung des Europäischen Parlaments zur Wildnis in Europa
Mehr Mut zur Wildnis - Nabu Masterplan 2010 zum Erhalt der biologischen Vielfalt
Ergebnisse des Wild9, 9th World Wilderness Congress:
Resolution Transboundary Wilderness Conservation
Resolution Wilderness areas in Europe
Resolution Broadening the use of GEO systems for the functioning of wilderness areas