Geschichte

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Seit 2000 ist die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg für den Naturschutz aktiv – eine Geschichte mit Herausforderungen, Erfolgen und neuen Chancen.

Mit dem Abzug der sowjetischen Truppen im Jahr 1994 wurden im Land Brandenburg großflächige Truppenübungsplätze – teilweise nach anderthalb Jahrhunderten militärischer Nutzung – frei für eine friedliche Entwicklung. Eine einmalige Chance für den Naturschutz tat sich auf. Die militärische Nutzung hatte tiefe Wunden in diesen Landschaften zurückgelassen, aber auch dazu geführt, dass weiträumige Gebiete unbesiedelt blieben und nicht von Straßen zerschnitten sind.

Die verlassenen Truppenübungsplätze gingen 1994 durch das sogenannte „Kanzlergeschenk“ in Landeseigentum über. Um sie in private Nutzung zu überführen, wurde die Brandenburgische Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -verwertung mbH (BBG) gegründet und mit der Vermarktung der Flächen beauftragt. Eine Parzellierung und Privatisierung der Flächen unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten drohte.

Vor diesem Hintergrund entstand die Vision, auf einem Teil der Übungsplatzflächen wertvolle Lebensräume durch Kauf dauerhaft für den Naturschutz zu sichern. In einer beispielhaften Initiative schlossen sich öffentliche und private Partner zusammen, um den Traum von Wildnis in Brandenburg Wirklichkeit werden zu lassen. Das Land Brandenburg, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, der Naturschutzbund Deutschland, die Umweltstiftung WWF, der regional tätige Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung und eine Privatperson gründeten am 16. Mai 2000 die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Eine privatrechtliche Stiftung mit dem einzigartigen Auftrag, ehemalige Truppenübungsplatzflächen zu erwerben und als Wildnisgebiete von nationaler und internationaler Bedeutung dauerhaft dem Naturschutz zur Verfügung zu stellen, war geboren.

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