Wildnis konkret

Einmalige Chance für die Natur
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg besitzt und verwaltet insgesamt 12.800 ha Flächen auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof, Lieberose und Tangersdorf in Brandenburg.

Lage der ehemaligen Truppenübungsplätze mit Stiftungseigentum














Die militärische Nutzung hat tiefe Wunden in diesen Landschaften zurückgelassen, aber auch dazu geführt, dass weiträumige Gebiete unbesiedelt blieben und heute nicht von Straßen zerschnitten sind. Weitgehend ungestört von wirtschaftlichen Eingriffen konnten sich auf weiten Flächen Wälder, Feuchtwiesen und Moore sowie Heide- und Dünenlandschaften behaupten und entwickeln. Es ist eine einmalige Chance, diese natürliche Dynamik auch weiterhin zuzulassen und zu beobachten.


EichenwälderSandflächenKiefernwälder
Heide und Silbergrasfluren

Die Flächen sind größtenteils ausgewiesene Naturschutzgebiete und besitzen teilweise darüber hinaus auch FFH/SPA-Status. Über 120 Vogelarten haben hier ein Zuhause gefunden, darunter seltene Arten wie Seeadler, Fischadler, Kranich, Baumfalke und Ziegenmelker. Auch Reptilien, Amphibien, viele Heuschrecken- und Libellenarten leben hier. Eines der seltensten Säugetiere Deutschlands, der Wolf, ist hier wieder heimisch geworden, und auch Fischotter, Biber, Rothirsch und viele weitere fühlen sich wohl. Nicht weniger atemberaubend ist die Vielfalt der Pflanzen: Auf Feuchtwiesen, Mooren und in Moorwäldern wachsen Sonnentau und Wasserschlauch, auf sehr trockenen Standorten gedeihen Zwergstrauchheiden, Silbergrasfluren und Besenginsterheiden.


Zukunftsaufgabe
Wildnis ist das Hauptziel der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Auf dem größten Teil ihrer Fläche kann sich die Natur bereits frei entwickeln. In den sogenannten „Entwicklungszonen“ ist noch Starthilfe nötig. Unter forstlichen Gesichtspunkten gepflanzte Kiefern-Monokulturen werden hier aufgelichtet, um die Entwicklung zu einem artenreichen Mischwald zu fördern, wie er an dieser Stelle eigentlich vorkommen würde. Ausgewählte Bereiche sind als „Pflegezonen“ ausgewiesen. Hier findet z.B. Beweidung statt um bedrohte Pflanzenarten, naturkundliche Besonderheiten (Binnendüne) oder historisch geprägte Kulturlandschaft zu erhalten und den Unterschied zwischen Pflege und Wildnis anschaulich zu machen.

Stiftungsflächen Lieberose
Stiftung Naturlandschaften See

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